AYURVEDA - DIAGNOSTIK

Die ayurvedische Diagnosefindung gliedert sich in zwei Teile:

Die Untersuchung des Menschen als Ganzes (Rogi-Parìksà) und die Untersuchung der Krankheit (Roga-Parìksà).

 

Rogi-Parìksà (= Diagnose des Patienten):

Ein Hauptgewicht liegt in der Bestimmung der Konstitution und damit in der Frage nach dem ganz individuellen Gesundheitszustand, wie der Stoffwechsel ist und wie viel Widerstandskraf, etc.. Die Konstitution ergibt sich aus den unterschiedlichen Anteilen der 3 Doshas bei Geburt und dient als Grundlage für individuelle Ernährung, Maßnahmen zur Lebensführung und weist auch hin auf die Disposition (=Veranlagungen) zu bestimmten Erkrankungen.

Roga-Parìksà (= die Diagnose der Erkrankung):

Eine Erkrankung entsteht aus einer Abweichung von der Konstitution und zeigt sich in einer veränderten Verteilung der 3 Doshas. So wird ein besonderes Augenmerk auf die aktuelle Konstellation der 3 Doshas gelegt, die Art und das Stadium der Störung der Doshas, die Art und Anzahl der betroffenen Gewebearten und funktionellen Systeme sowie den Ort des Krankheitsgeschehens. Jede krankhafte Erscheinung kann damit eindeutig diagnostisch eingeordnet werden.

Aus dem Vergleich der beiden Diagnosen werden dann Aussagen zur Prognose und Therapie gestellt.